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Wie werden die Ziele von TIES verwirklicht?

Das Kernstück der Untersuchung bildet eine Erhebung mit rund 10.000 Befragten. Da Immigration vor allem ein urbanes Phänomen ist, wird das Projekt in 15 Städten in acht Ländern durchgeführt. Diese Städte sind im Einzelnen: Paris und Straßburg in Frankreich, Berlin und Frankfurt/Main in Deutschland, Madrid und Barcelona in Spanien, Wien und Linz in Österreich, Amsterdam und Rotterdam in den Niederlanden, Brüssel und Antwerpen in Belgien, Zürich und Basel in der Schweiz sowie Stockholm in Schweden.

Da die Nachkommen von EinwanderInnen insbesondere in Großstädten leben, konzentriert sich das Projekt in erster Linie auf städtische Ballungsgebiete. Ein weiterer Grund für die Entscheidung, die Untersuchung in Städten durchzuführen, liegt darin, dass sich auch verschiedene Städte in ein und demselben Land stark hinsichtlich der lokal entwickelten integrationspolitischen Maßnahmen unterscheiden können. In fast allen Städten sollen nach Möglichkeit zwei Gruppen mit Migrationshintergrund sowie eine Kontrollgruppe ohne Migrationshintergrund - deren Eltern also im Untersuchungsland geboren wurden - befragt werden. In den Niederlanden und in Belgien wird jeweils eine Gruppe mit türkischem und marokkanischem Migrationshintergrund befragt. In Deutschland, Österreich und der Schweiz besteht eine Untersuchungsgruppe aus der zweiten Generation von türkischen EinwanderInnen sowie einer Gruppe, deren Eltern aus dem ehemaligen Jugoslawien stammen. Die Erhebungen in Frankreich und Schweden konzentrieren sich nur auf Personen mit türkischem Migrationshintergrund. Aufgrund der vergleichsweise jungen Geschichte der Arbeitsmigration in Spanien wird dort mit der marokkanischen zweiten Generation ebenfalls nur eine Gruppe mit Migrationshintergrund befragt.

Die InterviewpartnerInnen sind in allen Ländern zwischen 18 und 35 Jahre alt. Die folgende Tabelle gibt Aufschluss über die Zahl der Interviews nach Stadt und Untersuchungsgruppe:

 

 

Türkische 2. Generation

Marokkanische 2. Generation

„Ex-Jugoslawische" 2. Generation

Personen ohne Migrationshintergrund

Gesamt

Schweden

Stockholm

250

0

0

250

500

Deutschland

Berlin

250

0

250

250

1500

 

Frankfurt/Main

250

0

250

250

 

Niederlande

Amsterdam

250

250

0

250

1500

 

Rotterdam

250

250

0

250

 

Belgien

Antwerpen

250

250

0

250

1500

 

Brüssel

250

250

0

250

 

Frankreich

Paris

250

0

0

250

1000

 

Straßburg

250

0

0

250

 

Spanien

Madrid

0

250

0

250

1000

 

Barcelona

0

250

0

250

 

Österreich

Wien

250

0

250

250

1500

 

Linz

250

0

250

250

 

Schweiz

Basel

250

0

250

250

1500

 

Zürich

250

0

250

250

 

Gesamt

 

3250

1500

1500

3750

10.000

 

 

Rund 30 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden in den nächsten Jahren am Projekt beteiligt sein. Der Großteil der NachwuchswissenschaftlerInnen - sowohl DoktorandInnen und Post-DoktorandInnen - wird von der EU durch das TIES Research and Trainig Network (Marie Curie Fellowship Programme) gefördert. Sie arbeiten mit dem internationalen Datensatz und führen ergänzende qualitative Forschung durch.

 

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